Das „ Monkey Jungle“- Projekt – Viel Spaß an der Nordküste für einen guten Zweck!

Das „ Monkey Jungle“- Projekt  – Viel Spaß an der Nordküste für einen guten Zweck!
Monkey Jungle Eingang

Die dominikanische Republik hat einiges für Aktivurlauber zu bieten. Neben dem legendären Wassersportangebot kommen Abenteuerlustige auch im Hinterland auf ihre Kosten. Seit Oktober 2010 ist die Provinz Puerto Plata um eine Attraktion reicher, dem „Monkey Jungle“. Dieses Projekt lässt Urlauber gleich zweimal aktiv werden, denn hier verschmelzen Sport und Spaß mit sozialem Engagement.

Das „ Monkey Jungle“- Projekt  – Viel Spaß an der Nordküste für einen guten Zweck!
Candy und Chuck Ritzen

Der von Chuck und Candy Ritzen ins Leben gerufene „Monkey Jungle“ ist eingebettet in die Hügellandschaft der Region Sosúa und finanziert mit seinen Attraktionen, dem Hochseilgarten und dem Affengehege, eine Klinik zur medizinische Versorgung der armen Bevölkerung in der Region und noch darüber hinaus.

Ein Schild an der Hauptstraße Sosúa-Cabarete verweist auf die El Choco Road ins Landesinnere, auf der man nach ca. 13 km die Anlage des Projektes erreicht. Die anfänglich gute Straße führt vorbei an Residenten-Communities und einheimischen Viehweiden und entwickelt sich nach einiger Zeit zur Schotterpiste, auf welcher man durch Wegweiser bestärkt wird weiterzufahren.  

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Wegweiser

Angekommen erwartet den Besucher ein 4400 ft. großer, längster und sicherster Hochseilgarten in der Dominikanischen Republik, der harmonisch in die bestehende Natur eingebaut wurde. Hier können sich Wagemutige nach Instruktionen des geschulten Personals -analog zu Affen im Wald- von einer der 7 Pattformen zur anderen schwingen. Der Spaßfaktor ist garantiert und der Nervenkitzel auch, spätestens dann, wenn die vorletzte Station zu einem 20 m freien Fall in eine Höhle einlädt, die eigens für das Projekt erschlossen wurde. Erst kurz über dem Boden wird der Sprung durch ein automatisches System abgebremst. Nichts für schwache Nerven also! Aber definitiv ein Erlebnis, über das man noch länger sprechen wird – falls man sich traut und springt.

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Monkey Jungle Barbereich

Nach erfolgreich überstandener Jungletour hat man die Gelegenheit sich an der Bar zu erholen und zu stärken. Die Speisekarte bittet neben Erfrischungsgetränken auch kleine Snacks wie Pommes und Hamburger. Die meisten zieht es danach zum unmittelbar angrenzenden Affenkäfig. Hier leben 4 Kapuzineräffchen, die Chuck und Candy einst aus Gefangenschaft gerettet hatten. Und wie Affen so sind, haben sie immer allerhand zu  tun. So wird hier gespielt und sich gegenseitig gelaust, und wenn Touristen an den Käfig kommen ist alles andere unwichtig – da zählt nur noch, versuchen zu ergattern, was geht! Besonders Ohrringe und Kameras sind die Beliebtesten Souvenirs der Affenbande. Große Freude kommt natürlich auch auf, wenn es was zu futtern gibt. Das Personal versorgt die Tiere rund um die Uhr mit frischen Früchten, die auf dem Gelände wachsen.

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Candy und die Äffchen

Damit den Vieren nicht langweilig wird, gibt es auch Affenanimation. Candy besucht so oft es geht ihre Lieblinge, die dann lautstark auf ihr rumturnen und Schapernack treiben. Für Hispaniola.eu haben wir uns für Affenfotos ohne Gitter vor der Linse, waghalsig in den Käfig begeben, aber nach paar Minuten das Experiment auch schon wieder abgebrochen – von uns Fremden wollten sie alles: Kleider, Haut und Haar! Wer etwas Zeit mitbringt hat bestimmt eine Menge Spaß beim Beobachten der 4 Kapuzineräffchen.

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Totenkopfäffchen bei der Fütterung

Hautnah kann man hingegen die 13 Totenkopfäffchen im natürlichen Gehege erleben. Nach getaner Hand-Desinfektion wird einem der Eintritt ins Paradies der kleinen grünen Kerlchen gewährt. Diese wurden zum Zwecke des Projekts gekauft und leben nun in einem Areal mit vielen Bäumen, Höhlen und sogar einem eigenen Pool. Der MonkeyJungle-Führer hat immer eine Box mit leckeren Früchten und Kernen dabei, sodass zur Freude der Gäste und der Affen die Begegnung mit der „anderen Art“ zu einem lustigen Erlebnis wird. Auch hier sollte man auf alles, was nicht niet-und nagelfest ist, aufpassen und nicht erschrecken, wenn der ein oder andere sich auf ihrer Schulter durch sein Reich transportieren lässt. Aber nicht nur Affen leben hier, sondern auch andere Tiere. Darunter sind Truthähne, Perlhühner und Pfaue. Und wie wenn er es nicht wollte, dass wir ihn hier besuchen, versperrt auf einmal ein männlicher Riesenleguan uns den Weg. Das dazugehörige Weibchen sitzt derweilen in einer Höhle und bewacht wie eine Löwin ihre Eier. Da stören wir auch nicht lange!

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Affenparadies

Beim Hinabsteigen über eine lange Treppe wird man immer wieder von den grünen Baumaliens begutachtet und überprüft, ob sich noch etwas Essbares in den menschlichen Fängen befindet. Auch hier ist das Beobachten, wie die Äffchen sich von Ast zu Ast schwingen und in Orangenbäumen herum tollen, ein unvergessliches Erlebnis. Einen riesigen natürlichen Affenspielplatz, mit Lianen und Hängebrücke zum Klettern, können die Totenkopfäffchen ihr Eigen nennen. Hier haben Candy und Chuck mit viel Liebe ein kleines Affenparadies geschaffen, im Einklang mit der bereits bestehenden Natur. Und wenn man die Racker nur eine Stunde beobachtet, dann weiß man, dass sie ihr Zuhause lieben und jede Menge Spaß haben.  

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Junge holt Wasser

Das MonkeyJungle-Projekt ist eine absolut Non-Profit-Organisation, die durch die Eintrittsgelder der Attraktionen eine eigene Klinik finanziert. Über diese hinaus wird der Bevölkerung in der Region „El Choco“ auch Wasser zur Verfügung gestellt, das nicht selbstverständlich zugänglich ist. Also hat Chuck einen eigenen Brunnen gegraben und vor dem Eingang eine Wasserstelle geschaffen, aus welcher die Einheimischen täglich bis zu 1000 Gallonen Wasser beziehen. Die Dominikaner sind dankbar für diese Möglichkeit und  können somit auch ihre auf umliegenden Weiden befindlichen Nutztiere mit Wasser versorgen.

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Klinikeingang

 Jeden Samstag zieht es ca. 150 Dominikaner und Haitianer zur „Leon Laroche Klinik“ und zur darin integrierten „Snodgrass Dental Suite“ des Monkey Jungle. Die Benennung widmeten Chuck und Candy ihren haitianischen Freunden, Bernie Leon and Maurice Laroche. Die Zahnarztpraxis wurde nach dem amerikanischen Zahnarzt David Snodgrass benannt, der die Dental-Ausstattung gesponsert hat. Schon bereits vor der Eröffnung des Abenteuerparks wurden hier ca. 3800 Patienten versorgte. Von 9 – 16 Uhr werden in der Klinik hilfsbedürftige Menschen, die teilweise auch aus weit entfernten Gebieten anreisen, von zwei Ärzten und zahlreichen Freiwilligen behandelt und umsorgt. Natürlich wird auch außerhalb der Öffnungszeiten kein Notfall verwehrt, sodass genau genommen die ganze Woche eine ärztliche Versorgung gewährleistet ist.

Das eigentliche „Wartezimmer“ befindet sich unterhalb des Berges, auf dem die Klinik steht. Hier werden die Personalien für die Patientenakte aufgenommen und Notfälle vorrangig aussortiert. Bei jedem Patienten werden auch Temperatur und Blutdruck gemessen. Dann geht es zum zweiten Wartepunkt vor dem Ärztezimmer und dem zahnärztlichen Behandlungszimmer. Beide sind nach amerikanischem Standard ausgestattet und bieten den freiwilligen kanadischen und amerikanischen Doktoren beste Arbeitsbedingungen. Zusätzlich werden noch ein dominikanischer Arzt und eine dominikanische Zahnärztin beschäftigt, die auch entlohnt werden. Pro Samstag sind immer zwei Ärzte je einer pro Behandlungssparte anwesend. Die Klinik wird geleitet von der Kanadierin Karen Conquergood, die seit 25 Jahren mit Herzblut sozial engagiert ist.

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Monkey Jungle Apotheke

Und auch diesen Samstag ist wieder allerhand zu tun, viele Dominikaner lassen sich von den Motoconchos zum Klinikeingang kutschieren, um ihre Leiden und Wehwechen behandeln zu lassen. Trotz regen Treiben, lässt sich die Monkey Jungle Medical Crew nicht aus der Ruhe bringen und verrichten souverän ihre Arbeit. Benötigen die Patienten Medikamente, werden sie mit einem „Rezept“ in die  „Apotheke“ des Projekts geschickt und können sich diese dort abholen. Die Medikamente fliegt Chuck eigens mit seinem Privatflugzeug von Amerika auf das Money Jungle Gelände ein.

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Zahnarztpraxis

Für Krankheiten, die einer OP bedürfen, arbeitet die Klinik mit der „Centro Medico Clinic“ (CMC) in Sosúa zusammen. Auch die hier anfallenden Kosten werden komplett aus dem Monkey Jungle Pott genommen, sofern er sich das erlauben kann – im Notfall greifen Chuck und Candy in ihre eigene Tasche, was sie schon des Öfteren getan haben. Für spezielle Operationen werden aber auch OP-Teams aus Amerika eingeflogen, die kostenlos agieren und auch kostenlos bei den Ritzen´ s beherbergt werden. Neben dem Park und Klinikalltag steht auch die Aufklärung und Familienberatung der Einheimischen auf dem Plan, was einmal in der Woche durchgeführt wird. In der Region leben ca. 450 Kinder und 1000 Erwachsene, die regelmäßig besucht werden und in verschiedenen Dingen des Lebens aufgeklärt werden. Hierzu zählt auch die für uns Europäer selbstverständliche Geschichte des täglichen Zähneputzens, manche Kinder haben sogar keine Zahnbürste und auch dementsprechend schlechte Zähne.

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Patienten vor der Klinik

Im Ganzen ist das „Monkey Jungle“- Projekt eine große Familie von Freiwilligen, die die soziale Arbeit an der dominikanischen Armenschicht ermöglichen. Wir hoffen, dass alle Freiwilligen und Mitarbeiter weiterhin die Kraft besitzen, dieses Projekt aufrecht zu erhalten. Ein uneingeschränktes Lob von unserer Seite und ein Aufruf an alle Urlauber und Abenteuerlustige: schaut euch das Projekt an, habt Spaß und werdet Teil dieser großen Familie von sozialen Engeln.

Weitere Infos und Preise gibt es unter:

www.monkeyjungledr.com