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Der Berg „Isabel de Torres“ in Puerto Plata- der „Corcovado“ in der Dominikanischen Republik
Als Columbus im Jahre 1493 an der Nordküste vorbeifuhr, erkannte er auf Anhieb das Potential der Bucht für einen „guten Ankerplatz“, im Schatten eines hohen Berges. Diese Erhebung hüllte sich bei seiner ersten Reise in graue, „silberne“ Nebelschwaden und wurde deshalb von Columbus „Monte de Plata“ (Silberberg) genannt. Auch heutzutage wacht der „Isabel de Torres“ immer noch majestätisch über der „Silberhafenstadt“ Puerto Plata und stellt ein perfektes Ausflugsziel für die Touristen in der Region dar.
Der Hausberg „Isabel der Torres“ ist Teil der Bergkette „Cordillera Septentrional“, die entlang der Nordküste verläuft. Er erhebt sich in ca. 800 m Höhe und wurde 1983 auf Grund der Tier-und Pflanzenvielfalt auf ein Reservat von ca. 22 Km2 zum Naturschutzgebiet erklärt. Oben angekommen präsentiert der Riese seinen Gästen einen atemberaubenden Panoramablick auf die Hafenstadt und ihr Umland. Eine weitere Attraktion ist eine Nachbildung der Christusstatue, wie sie in Rio de Janeiro auf dem Berg „Corcovado“ thront.
Oft jedoch, meistens ab Mittag hüllt sich der Berg besonders im Winter in Nebel und Wolken und beeinträchtigt die Sicht. Man sollte daher seinen Besuch am Vormittag einplanen. Für den Aufstieg stehen dem Besucher eigentlich 3 Möglichkeiten zur Verfügung. Die erste Option wäre mit dem Auto. Es gibt eine gut befahrbare Straße die direkt zur Aussichtsplattform führt. Für die Strecke ab der Linksabzweigung der Hauptstraße „Avenida Circunvalacion Sur“ (siehe Karte) geht es vorbei an Fabrikgelände in einen typisch dominikanischen Stadtteil Puerto Plata´s. Hier biegt man erneut links ab und folgt der Straße und den Wegweisern „Teleferico“. Bei gemütlicher Fahrt durch die Siedlung und das Naturreservat braucht man ca. 25 min, um den Berg zu erklimmen. Parkplätze sind am Ziel reichlich vorhanden und auch für den gesamten Aufenthalt kostenlos.
Wer genügend Zeit mitbringt und festes Schuhwerk, noch dazu körperlich fit ist, kann diese Straße auch zu Fuß gehen. Sollte aber im Voraus wissen, dass der Aufstieg bestimmt kein Kinderspiel ist und durch die extrem zunehmende Steigung dem Wanderer Einiges abverlangt.
Die beliebteste Möglichkeit um die Spitze des Berges zu erreichen, ist allerdings die Fahrt mit der einzigen Seilbahn („Teleferico“) der Karibik. Die italienische Konstruktion kommt bei einer Gesamtlänge von fast 3 km mit lediglich einem Stützpfeiler aus und ermöglicht dem Besucher schon während der Gondelfahrt einen einzigartigen Ausblick auf Puerto Plata und den Nationalpark. Von der Hauptstraße „Avendia Circunvalacion Sur“ weist ein riesen Werbeschild den Weg und führt seine Gäste zur Talstation der Seilbahn.
Der Preis für die Berg- und Talfahrt beträgt aktuell 350,- Peso (ca. 7 Euro) pro Person. Der Gondeltransfer findet dabei im Halbstunden-Takt, wobei die Hin- und Rückfahrgondel gleichzeitig losfahren und somit das Konstrukt stabilisieren. Bei viel Andrang muss man mit Wartezeiten rechnen, da nur maximal 20 Personen pro Gondel zuglassen sind. Das Warten wird meist je nach Saison durch eine Bachata/Merengue –Kapelle nach lautstarker Dominikanerart unterstützt bis es hoch hinaus geht.
Egal für welche Aufstiegsart man sich entscheidet, oben angekommen ist garantiert jeder von dem Ausblick fasziniert und wird mit „offenen Armen“ der Christusstatue empfangen. Mit dem Blick zum Atlantik wacht die 16 m hohe und in Italien gegossene Figur über der „Silberstadt“ und stellt ein beliebtes Urlaubsfotomotiv bei Touristen dar. Sowohl an der Bergstation als auch an der Sockelkonstruktion der Statue, die übrigens einen Souvenirladen beherberg, ist der italienische Einfluss zu erkennen.
Der Berg offeriert dem Gast und besonders dem Naturliebhaber eine einmalige Gelegenheit in die tropische Vegetation einzutauchen. Bei einem Spaziergang auf angelegten Pfaden durch den botanischen Garten, der in den 1950ern angelegt wurde, kann man sich an der Schönheit der Natur erfreuen. Verschiedenste Bromelienarten, wunderschöne Helikonien, Baumfarne, Tulpenbäume – und Nadelbäume sowie viele andere Pflanzen sind hier zuhause. Auch die Vogelwelt ist bei Aufmerksamkeit zu betrachten. Kolibris laben sich am Nektar der Blüten und versetzen den Besucher in eine einmalige Melancholie über die Schönheit ihres Seins. Wer eine Führung durch den Park wünscht, kann diese im Statuen-Sockel buchen
Nach dem Spaziergang kann man sich im Gipfelrestaurant oder dem Kiosk stärken, um danach weiter zu flanieren und die Aussicht zu genießen, bevor man sich wieder für den Abstieg bereit macht. Der „Isabel de Torres“ ist auf jeden Fall eine Reise wert und wird von den Einheimischen als Wahrzeichen von Puerto Plata geschätzt und geliebt. Ein Foto mit der „Erlöser“-Statue und dem umwerfenden Ausblick auf Puerto Plata und die Nordküste darf im Urlaubsrepertoire auf keinen Fall fehlen!
Eine DomRep "Live vor Ort" Reportage von DomReport














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